Mittwoch, 26. Juli 2006

Das Schweizer National Hochhaus in Frankfurt

Frankfurt hat viele Bauten der Fünziger- und Sechzigerjahre verloren. Das Verwaltungsgebäude der Hoch-Tief AG, das AEG-Hochhaus oder das Zürich Hochhaus. So sind mittlerweile viele Hochhäuser der ersten Generation verschwunden.

Auf der Internetseite des Deutschen Werkbundes ist zu lesen:

Leider hat die Stadt Frankfurt bislang in vielen Fällen kein besonderes Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihrem städtebaulichen und architektonischen Erbe der Fünfziger Jahre bewiesen. Geschichte und Gesicht der Stadt wurden und werden in vielen Fällen einem kurzfristigen ökonomischen Profit geopfert. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur die Aushebelung des Denkmalschutzes beim Abriss des Verwaltungsgebäudes der Hoch-Tief AG von Egon Eiermann, an den Abbruch des Evangelischen Gemeindezentrum von Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann in der Nordweststadt sowie an die gegenwärtige Bedrohung der Universitätsbauten von Ferdinand Kramer – allesamt Bauwerke von unbestrittenem Weltruf, die entgegen allen Voten aus Öffentlichkeit und Fachdisziplin, darunter stets auch des Deutschen Werkbunds Hessen, inzwischen aus dem Bild dieser Stadt ausgelöscht wurden bzw. kurz vor diesem Schicksal stehen.

Dass es auch anders geht, konnte jetzt am 1964 erbauten Hochhaus der Schweizer National, das wegen seiner besonderen Konstruktion unter Denkmalschutz stand, gezeigt werden. Es wurde renoviert und modernisiert, ohne das äußere Erscheinungsbild stark zu verändern. Ein ausführlicher Bericht erschien in der Frankfurter Rundschau.

schnat
Das Schweizer National Hochhaus, um 1970

Architektur in Frankfurt am Main in fünf Minuten

Auf der Internetseite des Bundes Deutscher Architekten (BDA) gibt es einen kurzen Artikel über die Architekturgeschichte Frankfurts. Hier kann man sich in fünf Minuten zumindest einen Überblick verschaffen. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit ab 1920 bis zum zweiten Weltkrieg ("Ernst May und Neues Frankfurt") sowie ab 1980 (Postmoderne). Leider wird die Architektur der Fünfziger- bis Siebzigerjahre kaum erwähnt.

Motto

Kommt daher Ihr Wunsch, dem Augenblick Geltung zu verschaffen?

Das ist kein Vorsatz. So bin ich halt gemacht. Vielleicht ist es eine Art Krankheit, aber ich mag meine Krankheit.

Peter Handke im Interview mit der Zeit

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versucht man schon eine Art Ausgewogenheit - so mindestens...
Gregor Keuschnig - 24. Jul, 16:03

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